Wenn ich schreibe ...


dann liegt ein weisses Blatt Papier vor mir und ich male mir meine eigene, bunte Welt. Jedes Wort hat einen bestimmten Sinn und eine Bedeutung für mich. Jeder Satz ist wohl durchdacht und ausformuliert. Manchmal dauert es Tage, bis ein Kapitel beendet ist, machmal aber auch viel länger. Ich lebe, lache und weine mit meinen Protagonisten, die in dieser Zeit zu einem Teil meines Lebens werden. Nachts träume ich von ihnen und ihrem Schicksal und am Tage rede ich über sie. Nur meine Seele weiss, wie sie ihr Glück finden, in welcher Stadt sie leben und wie sie ihre Umgebung wahr nehmen. Ich bin Architekt, Maler und Landschaftsgärtner zugleich. Ich gestalte ihren Lebensraum, bestimme ihr Handeln und ihre Gedanken. Durch mich erwachen sie zum Leben. Doch manches Mal übernehmen auch sie die Handlung und ich lasse mich führen. Sie werden zu einem Teil von mir und ich werde ein Teil meiner eigenen Geschichte.
Und sobald ich das Fenster an meinem PC schließe, das Buch beende und die Tasten ruhen, dann hat sich ein Teil meines Ichs in meinem Roman, meinen Geschichten oder Gedichten verewigt. Und wenn ich eines Tages nicht mehr sein sollte, dann bleibt dieser Teil von mir unvergessen. Auch, wenn er nur im Keller schlummert oder auf einem Dachboden liegt ... Ein Stückchen meiner Seele, meines Wesens bleibt.

Samstag, 4. April 2015

Ostergruß

Meine lieben Freunde, Fans und Herzensmenschen,

Ostern steht vor der Tür und ich möchte Euch mit meinen Zeilen und den Bildern ein tolles Fest wünschen. 
Die Tage werden wieder länger, die Sonne hat an Kraft gewonnen und es wird wärmer. Die Zeit der Dunkelheit ist vorbei und wir können langsam auf den Frühling hoffen. Die Blumen stecken ihre Köpfe aus dem Boden und locken die Bienen an - Frühlingsgefühle erwachen. 


Vielleicht kennt ihr auch den "Osterspaziergang" von Göthe:

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!
(Johann Wolfgang von Goethe, Faust I)

Ein sehr imposantes Gedicht, dass ich gerne mag. Ist es heute immer noch so? 


 
Doch, was ist denn Ostern überhaupt? Suchen wir da nur die Eier? Geht es um die "Auferstehung des Herrn"? Ja... alles schon... doch, was können wir daraus lernen? Was bedeutet das für unser Leben?



Vielleicht ist es auch einfach mal an der Zeit zurückzublicken und zu überlegen, was bisher in diesem Jahr so geschehen ist ... 

- Konntet ihr eure Vorhaben umsetzten? 
- Gibt es etwas, das ihr ändern wollt? 
- Oder seid ihr glücklich, wie es bisher gelaufen ist? 

Vielleicht ist diese Zeit gerade dafür gut, um einmal inne zuhalten in dieser hektischen Zeit und sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren ... 

"Was ist wirklich wichtig in dieser Welt, in der nur Neid und Egoismus zählt ..."

Egal, wie ihr diese Zeit der Veränderung und des Wandels nutzt, ich wünsche euch eine besinnliche und entspannte Osterzeit. 

Herzlichst eure Chrissy



Ostergruß

Weihnachten ist gerade erst vorbei
und nun schreien sie alle nach dem Ei.

Die Tage kurz, die Nächte grau,
ich weiß das alles noch genau.

Die Weihnachtsmänner schauten mich grinsend an
und heute sind die Osterhasen dran.

Die herben Eier und auch die süßen
winken dir zu mit ihren Ostergrüßen.

 

Bunte Nester kannst auch du dir bauen,
man soll ja nicht immer auf die Hasen nur vertrauen.

Der Hase, der die Hühnern ach so liebt,
ist doch ein ganz gemeiner Dieb.

Er klaut ihnen die Eier zu früher Stund',
nimmt seinen Pinsel und malt sie bunt.

Jedes Jahr versucht er sie wieder zu verstecken,
dass die Kinder die Eier nicht sofort entdecken.

Er springt durch die Häuser und den Garten,
am Sonntagmorgen kannst du auf ihn warten.

Du darfst den Hasen aber nicht erschrecken,
sonst kann er keine Eier mehr verstecken.

Und hat er seine Arbeit dann vollbracht,
wird sich auf die Suche gemacht.

Auf Bäumen, Büschen und in Hecken,
kann man die Süßigkeiten dann entdecken.

Die Kinder freun' sich, jeder lacht,
das hat der Hase doch wieder fein gemacht.

Für die Mütter ist manchmal auch ein Geschenk dabei,
das ist dann nicht unbedingt ein Ei.

Der Vater hat den Hasen bestochen
und dieser hat ihm dann versprochen,

dass er der Mutter auch eine Freunde macht,
damit diese auch mal wieder lacht.

So viel Arbeit hat sie zu Ostern gehabt,
hat gehofft, dass alles klappt.

Das Essen ist ihr auch gelungen,
vor Freude hat sie sogar gesungen.

 

 
Ostern ist doch immer wieder ein schönes Fest,
das uns alle hoffen lässt.

Die Zeit der Kälte ist vergessen,
wenn wir die Ostereier essen.

Drum wünsch ich euch ganz viele Eier,
und eine wunderschöne Feier.

Frohe Ostern, schönes Fest,
dass ihr einander nicht vergesst.



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